Vier Gründe für Historische Liebesromane

Warum ich gerne Historische Liebesromane lese? Dafür sprechen aus meiner Sicht mehrere Punkte. Hauptsächlich die Mischung mehrerer Faktoren lässt diese Geschichten einen Weg in mein Herz finden. Die vier wichtigsten Gründe, die für mich für Historische Liebesromane sprechen, möchte ich euch nicht vorenthalten:

Historischer Hintergrund

Unbekannte Schauplätze, historische Begebenheiten, fremdländische Sitten und Bräuche; Ritter, Prinzen, Edelleute; edle Burgfräulein, Prinzessinnen, hübsche Mägde; sie alle machen den Reiz dieser Romane aus. Sie spielen in einer lange vergangenen Zeit, lassen die archaischen Lebensstrukturen vor unserem inneren Auge auferstehen. Die Sprache der vorkommenden Personen klingt ungewöhnlich und steif. Das Handeln der Menschen erscheint uns manchmal unverständlich. Genau dieses Fremde macht die Bücher besonders. Doch die in Historischen Liebesromanen erwähnten historischen Details müssen für mich nicht unbedingt den historischen Fakten entsprechen. Der Autor darf seine Fantasie spielen lassen, solange keine offensichtlich unlogischen Wendungen oder unglaubwürdiges Handeln in die Geschichte eingebaut sind.

 

Romantik

Das Schmachten beginnt. Kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht? Wobei: Bei Historischen Liebesromanen gibt es eigentlich immer ein Happy End. Doch erst einmal sind heimliche Blicke, sehnsüchtiges Bangen, mehr oder weniger schüchterne Annäherung und erste, scheue Küsse angesagt. Meist knistert es ab der ersten Begegnung zwischen den Hauptcharakteren. Spätestens jetzt bekommt man den historischen Hintergrund zu spüren. Die gesellschaftlichen Normen verhindern, dass die beiden ihr Interesse und ihre beginnende Liebe offen ausleben können. Die Protagonisten sind aufgrund des antiquierten Umfelds und den festen Regeln in der Gegenwart von ihren Mitmenschen gezwungen, sich aus der Ferne anzuhimmelnd. Nichts mit der heute üblichen Flirt-Mentalität. In manchen Historischen Liebesromanen ist jedes direktere Wort gewagt. In anderen sind die Männer so ungezähmt, ungehobelt und rüde, dass unser weibliches Emanzenherz empört schneller schlägt. Und dennoch gibt es nichts Romantischeres, als den Moment, in dem ein solcher Mann Gefühle eingesteht.

 

Dramatik

Das junge Glück wird von einer Kraft voneinander fern gehalten, die es nicht beeinflussen kann. Auch wenn die Hauptcharaktere ihre romantischen Gefühle vor sich selbst eingestanden haben, wissen sie nicht, ob das angebetete Wesen diese Gefühle erwidert. Oder jemand spielt ein falsches Spiel, um die Liebenden voneinander fern zu halten. Ein wichtiger Teil des Historischen Liebesromans ist der Aspekt der Dramatik. Missverständnisse, gesellschaftliche Komplotte, Diebstähle, Mordanschläge: viele Hindernisse werden dem Liebespaar bis zum Happy End in den Weg gelegt. Fehlt diese Dramatik, wirkt die Geschichte meistens flach. Für mich muss im weitesten Sinne ein Abenteuer bestanden werden, bevor sich die Hauptpersonen endlich in die Arme schließen können.

 

Erotik

Die Leidenschaft zwischen den Protagonisten, die sich langsam aufbaut oder bei ihrem ersten Zusammentreffen entsteht, ist für mich der Motor, der die Geschichte zum Pageturner macht. Die Spannung zwischen dem Paar brodelt. Die Erfüllung ihrer körperlichen Sehnsüchte wird vermutlich mehrmals nur durch äußere Einflüsse verhindert. Ich möchte hier gerne gestehen, was für mich die perfekte Erotik eines Romans ausmacht. Spätestens bis zur Hälfte des Buches erwarte ich die erste Sexszene. In einem Buch wünsche ich mir mindestens zwei leidenschaftliche, ausführlich beschriebene Begegnungen. Erotik mal ganz statistisch und wissenschaftlich betrachtet.

 

Das waren meine vier Hauptzutaten, die mich Historische Liebesromane verschlingen lassen. Stimmt ihr mir darin zu, oder seid ihr anderer Meinung?

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