Di

16

Okt

2012

Mundpropagande funktioniert

Ich gebe es zu. Mundpropaganda als Werbung funktioniert – zumindest bei mir. Seit alle Welt von E L James und ihrem Buch „Shades of Grey“ spricht, geistert das Buch mit dem angeblich skandalösen Inhalt auch in meinem Kopf herum. Nun bin ich endlich der Neugierde erlegen. Ich habe als ersten Schritt die Leseprobe des Buches durchgelesen. Ob es mir gefallen hat? Ob es mich begeistert hat? Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich von der Lektüre enttäuscht bin. Die ersten Kapitel sind eine Aneinanderreihung von harmlosem, oberflächlichem Geplänkel. Keinerlei schriftstellerische Höhepunkte. Stattdessen eine langweilige Erzählung von alltäglichen Begebenheiten. Meine Erwartungshaltung war eindeutig zu hoch.

Und dennoch …

Ich überlege das Buch zu kaufen, weil mich immer noch interessiert, was genau an dem Roman so spannend und provokant ist, dass alle davon reden. Was kann da noch kommen, das all die positiven Rezensionen und Pressestimmen rechtfertigt? Irgendwo las ich, dass das Buch Hausfrauenphantasien enthielte und nichts mit echtem SM zu tun hätte. Doch das ist ja nicht unbedingt schlecht, oder? Wir brauchen keine ausschweifende, sexuelle Perversität, um uns davon erregen zu lassen. Wir brauchen keine Beschreibungen außergewöhnlicher, exotischer Tätigkeiten unter den Laken, um uns stimulieren zu lassen. Manchmal reicht das Alltägliche in neu erzählter Form.

Vielleicht sollte ich den Roman nicht kaufen und vollständig lesen. Vielleicht sind die Phantasien und Vorstellungen in meinem Kopf viel ausgefallener als die Realität des Textes sein könnte. Vielleicht sollte ich mich mit den durchschnittlichen, romantischen Leidenschaften historischer Liebesromane begnügen. Machen Sie dieses Gedankenexperiment mit mir?

Er küsste sie. „Ich kann nachts nicht mehr schlafen, wenn du nicht bei mir bist.“

Erfreut presste sie sich an ihn. „So geht es mir auch. Was können wir denn dagegen tun?“ erkundigte sie sich mit einem aufreizenden Lächeln.

Er knurrte begierig. „Ich werde mich aus dem Haus schleichen müssen, sobald alle schlafen.“

Ihre Hand schlich tiefer und maß ihn. „Nicht schlecht. Darauf freue ich mich schon.“

Hilflos stöhnend verbarg er seinen Kopf in ihren Haaren. „Du Biest.“ Nun wanderte seine Hand zum Bund ihrer Reithose und stahl sich darunter. Mit zwei Fingern drang er in sie ein und hörte befriedigt ihr sehnsüchtiges Seufzen. „Daran kannst du jetzt während des ganzen Abendessens denken.“ (aus „Des Verführers Gast“)

Haben Sie Interesse an romantischer, leidenschaftlicher Romantik? Dann habe ich drei Bücher für Sie im Angebot:

„Des Verführers Gast“ erhältlich als e-book um EUR 2,99

„Das Geheimnis von Rosewood“ erhältlich als e-book um EUR 2,99 oder als print-book um EUR 7,59

„Im Wettstreit der Gefühle“ erhältlich als e-book um EUR 2,99 oder als print-book um EUR 8,49

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